POLITIK 25.02.2014

Österreich: Mehrheit für Beschränkung der Zuwanderung

© zVg.
In einer aktuellen Umfrage sprach sich die Mehrheit der Österreicher für eine Begrenzung der Arbeitnehmerfreizügigkeit für EU-Staaten aus.


Würde das Schweizer Referendum über die Begrenzung der Zuwanderung aus EU-Staaten auch in Österreich durchgeführt werden, würden sich noch mehr Menschen als in der Schweiz dafür aussprechen. Das besagt jedenfalls eine Umfrage, die das Wirtschaftsmagazin Trend in seiner gestrigen Ausgabe veröffentlicht hat. In der vom Linzer market-Institut durchgeführten Studie sprachen sich 48 Prozent der Befragten für eine Einschränkung der Arbeitnehmerfreizügigkeit aus, 41 Prozent stimmten dagegen und elf Prozent gaben an, das Thema nicht beurteilen zu können. Das rechnerische Verhältnis zwischen Befürwortern und Gegner liegt mit 54 zu 46 Prozent höher als bei dem Referendum in der Schweiz. Dort hatten vor wenigen Wochen 50,3 Prozent für die Initiative „Gegen Massenzuwanderung“ gestimmt (siehe KOSMO-Bericht).  

Laut der Umfrage halten die Österreicher  die Zuwanderung aber nicht für den Hauptgrund der hohen Arbeitslosenzahlen.  Als wesentliche Gründe werden die Verlagerung von Industriearbeitsplätzen nach Asien (79 Prozent der Befragten), die schlechte Konjunktur (77 Prozent) und Missmanagement in den Betrieben (61 Prozent) angegeben. Rund 52 Prozent sehen neben der Öffnung des Arbeitsmarktes für EU-Ausländer auch die mangelnde Leistung des AMS als Hauptursache.

KOSMO-Redaktion

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