BALKAN 26.03.2014

Zagreber Bürgermeister verliert Ehrenbürgerschaft von Sarajevo

© zVg.
Zagreber Bürgermeisters Milan Bandić hatte in einem Interview die Verfassungsordnung Bosnien-Herzegowinas in Frage gestellt.


Die Aussage des Zagreber Bürgermeisters Milan Bandić hatte für gehörigen Wirbel in Bosnien-Herzegowina gesorgt. Bandić hatte sich in einem Interview dafür ausgesprochen, dass Bosnien-Herzegowina reorganisiert werden sollte, so dass die kroatische Volksgruppe ihr eigenes Verwaltungsgebiet bekommen sollte. Statt der bisherigen zwei konstitutiven Entitäten, Republika Srpska und Föderation Bosnien-Herzegowinaa forderte Bandić auch eine dritte für die Kroaten.

Im Anschluss an diese Aussagen setzten sich der Sarajevoer Bürgermeister Ivo Komšić (SDU – Sozialdemokratische Union) sowie der Vizebürgermeistern Aljoša Čampara (SDA – Partei der demokratischen Aktion) für eine umgehende Aberkennung der Ehrenbürgerschaft die Bandić erst kürzlich von der Stadt Sarajevo bekommen hatte.

Von der Sarajevoer Stadtregierung heißt es, dass man niemandem eine Ehrenbürgerschaft der Stadt geben könne, der sich gegen die geltende Verfassung Bosnien-Herzegowinas stellt. Es sei untragbar, dass sich ein Ehrenbürger der Stadt Sarajevo auf diese Art und Weise in die Innenpolitik des Landes einmische, sagte Aljoša Čampara. „Wir lassen nicht zu, dass man uns ethnisch spaltet“, stellte Čampara klar.

KOSMO-Redaktion

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