BOSNISCHER FRÜHLING 12.02.2014

Wien: Solidarität mit dem Bosnischen Frühling

© Ljubiša Buzić / KOSMO
In Wien wurde gestern eine Solidaritätskundgebung für die sozialen Proteste in Bosnien-Herzegowina abgehalten.


„Freiheit für das bosnische Volk“ – steht auf einem der Transparente. Oder: „Ohne Revolution gibt es keinen Fortschritt“ , auf einem anderen. Gestern hat sich eine Gruppe von ungefähr einhundert Menschen auf dem Yppenplatz in Wien Ottakring versammelt, um ihre Solidarität mit den sozialen Protesten in Bosnien-Herzegowina zu bekunden.

Die Organisatoren betonten, dass sie die Forderungen der bosnischen  Protestbewegung und den Fortschritt der friedlichen Proteste unterstützen, sich aber klar von den gewalttätigen Ausschreitungen, die Bosnien-Herzegowina in der vergangenen Woche erschüttert hatten abgrenzten. Sie appellierten an die Anwesenden, Informationen an Angehörige in Bosnien-Herzegowina weiter zu geben.

Erste Ergebnisse der Proteste

Die Proteste, die vergangene Woche mit Demonsrationen der verarmten Arbeiter in der Industriestadt Tuzla angefangen hatten, breiteten sich auf andere Städte Bosnien-Herzegowinas aus. Nach der gewalttätigen Eskalation, bei der am vergangenen Freitag unter anderem auch Regierungsgebäude in der Hauptstadt Sarajevo angezündet worden waren, kam es zu zahlreichen Rücktritten der politischen Führungsschicht. In den Kantonen Tuzla und Sarajevo formierte sich mittlerweile Bürgerversammlungen, die an der Einrichtung einer Expertenregierung bis zu den regulären Wahlen im Oktober arbeitet.

Weitere Solidaritätskundgebungen geplant

Auch in anderen europäischen Ländern, wie Belgrad oder Budapest, waren Menschen auf die Straße gegangen, um ihre Solidarität mit dem Volk von Bosnien-Herzegowina zu bekunden (siehe KOSMO-Bericht).

Die Wiener Unterstützer des „Bosnischen Frühlings“, wie Medien die Proteste bereits genannt haben, organisierten sich nach den Protesten in Bosnien-Herzegowina per Facebook. Für kommenden Samstag ist eine weitere Kundgebung vor der Botschaft von Bosnien-Herzegowina in Wien geplant.

KOSMO-Redaktion


Fotos der gestrigen Kundgebung auf Facebook

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