INTEGRATION 26.08.2014

Wien: 2500 Erstklässler können kein Deutsch

Von den 16.000 Schulanfängern, die nächste Woche in Wien in die Schule kommen, nehmen rund 3.000 als außerordentliche Schüler am Unterricht teil.

In Wien gibt es insgesamt sechs Stadtbezirke wo der durchschnittliche Prozentsatz der Schüler, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, von 61,2 bis 81,4 Prozent an Volksschulen beträgt. Um den Kindern einen leichteren Einstieg in die Schule zu gewähren, wird mittlerweile jedes sechste Kind bereits in den Vorschulklassen auf den Unterricht vorbereitet.

Der Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch betonte im Gespräch mit dem Kurier, dass mittlerweile Maßnahmen zur Senkung der Zahl der außerordentlichen Schüler gesetzt wurden. So bekommen Kinder mit einem Sprachdefizit im letzen verpflichteten Kindergartenjahr eine Sprachförderung. „Es gibt 4600 Kinder mit Sprachdefiziten im letzten Kindergartenjahr, bei den Erstklässlern sind es noch 2.500. Das zeigt, dass man im Kindergarten die Sprachdefizite fast halbieren kann“, so Oxonitsch.

Soziale Defizite

Desweiteren betonte er, dass diese Zahl aufgrund der Zuwanderung der Eltern kurz vor dem Schulbeginn der Kinder so hoch sei. Nicht immer sind nur sprachliche Defizite das Problem. Von den 3.000 außerordentlichen Kindern haben 500 auch soziale Defizite.

Für das kommende Schuljahr wurden 220 neue Lehrer an Volksschulen engagiert, welche die  Schüler in den Fächern Mathematik, Deutsch und Lesen sowie Deutsch als Fremdsprache fördern sollen. Laut Oxonitsch würde man durch Einführung der Ganztagsschulen den  Förderunterricht gar nicht mehr brauchen: „Das würde Wien und das Budget sicher freuen“.

KOSMO-Redaktion

Studie: Zuwanderer vertrauen in österreichische Demokratie

Kinderbetreuung: Gespräche über Sprachförderung laufen

Kurz: „Wir wollen keine Segregation der Schüler“

Aktuelle Ausgabe

Aktuelle Ausgabe als PDF zum Nachlesen

COVER STORY:
Österreichs Beschützer
INTERVIEW:
Rap-Legende Juice
REPORTAGE:
Teure Geburstage

Zusendung

Lassen Sie sich KOSMO bequem nach Hause zusenden! Versandkostenbeitrag nur 11,- EUR (10 Ausgaben).
Zum Bestellformular

Facebook