HOCHWASSER 09.07.2014

Projekte für Wiederaufbau am Balkan

© Arbeiter Samariter Bund Österreichs
Die überfluteten Häuser und Ackerflächen wieder benutzbar zu machen, ist die größte Herausforderung nach der Flutkatastrophe im vergangenen Mai. Der Österreichische Samariterbund berichtet über laufende Projekte.


Knapp 1.400 Tonnen Hilfsgüter in 66 Sattelschleppern wurden in die Hochwassergebiete in Bosnien-Herzegowina und Serbien geschickt. So lautet das aktuelle Fazit des Österreichischen Samariterbunds, der in Zusammenarbeit mit in Österreich lebenden Bosniern und Serben so wie lokalen Organisationen vor Ort an der Soforthilfe am Balkan beteiligt war. Bei einer Pressekonferenz in Wien bedankte sich Franz Schnabel, Präsident des Österreichischen Arbeiter- Samariterbunds, für die gute Zusammenarbeit und die große Solidarität. Einen Rückblick auf die Hilfe und einen Ausblick auf Projekte zum Wiederaufbau gaben auch der bosnischstämmige Wiener Darko Marković und Jelena Damljanović, Vertreterin der serbischen Organisation IDC, die Mitglied des internationalen Samariternetzwerks ist.

Häuser und Äcker sanieren

Derzeit gehe es vor allem darum, die vom Hochwasser betroffenen Häuser wieder bewohnbar zu machen, sie von Schlamm zu befreien und zu desinfizieren, berichtet Darko Marković, Projektkoordinator bei Hilfsaktionen in Bosnien-Herzegowina. Rund 300 Familien werden derzeit im bosnischen Maglaj und Šamac im Rahmen eines von der Stadt Wien finanzierten Projekts unterstützt.

Marković, der über soziale Kanäle als einer der ersten in Österreich eine  Hilfsaktion ins Rollen brachte, lobte die Zusammenarbeit mit dem Samariterbund und der bosnischen Organisation pomozi.ba sowie allen anderen Beteiligten. Nach dem enormen Maß an Sachspenden seien nun für den Wiederaufbau vor allem Geldspenden und konkrete Aufbauprojekte erforderlich.

Bauern akut gefärdet


Jelena Damjanovic vom serbischen IDC berichtete von den landwirtschaftlichen Schäden, die in Serbien entstanden sind. So wurden der Gemeinde Ljig in der westserbischen Region Šumadija rund 1.100 Hektar Ackerland überflutet. „Viele der Bauern in der Region sind Selbstversorger und brauchen ihre Ernten buchstäblich zum Überleben“, erklärt Damljanović .  In Zusammenarbeit mit Nachbar in Not arbeitet ihre Organisation an Hilfsprojekten in der Serbien. Derzeit werden Viehfutter und Saatgut verteilt und Gewächshäuser wiederaufgebaut. Zusätzlich werden von Landwirtschaftsexperten Bodenproben entnommen, um die Ackerflächen wieder bebaubar zu machen. Der Prozess bis zum vollständige Wiederaufbau wird noch lange dauern.

KOSMO-Redaktion

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