SPORT 13.11.2013

Wettskandal in Österreich: Kuljic verhaftet

© zVg.
Ein Wettskandal erschüttert den österreichischen Fußball: Bei einer fingierten Geldübergabe wurden am Dienstagvormittag in Anif bei Salzburg drei Personen von der Spezialeinheit Cobra festgenommen.


Die Handschellen klickten dabei auch für Sanel Kuljić (36), einen ehemaligen Salzburger ÖFB-Teamspieler. Der bosnisch-stämmige Ex-Profi soll für Manipulationsversuche im österreichischen Fußball verantwortlich sein. SV-Grödig Spieler Dominique Taboga (31) soll dabei über Monate hinweg von der Gruppe rund um Kuljic erpresst worden sein und in mehreren Raten Zahlungen in der Höhe von 70.000 Euro geleistet haben. Taboga erstattete vor kurzem Selbstanzeige, nachdem dem zweifachen Vater von den Erpressern Gewaltaktionen gegen seine Familie angedroht wurden. 

"Die drei verdächtigen Personen befinden sich derzeit in polizeilicher Verwahrungshaft, sie sind noch nicht in die Justizanstalt Salzburg überstellt worden. Die Vernehmungen sind noch nicht abgeschlossen", hieß es dazu am Nachmittag von der Staatsanwaltschaft Salzburg.

Welche Ausmaße der Skandal nun annehmen könnte und wer alles noch in die Manipulationen verwickelt sein könnte, ist noch nicht abzusehen. Beim SV Grödig herrscht hingegen Fassungslosigkeit. Grödig-Manager Christian Haas stellte Taboga „auf unbestimmte Zeit frei“. „Wir wollen eine lückenlose Aufklärung“, sagt der Manager.

Sanel Kuljić spielte in seiner Profizeit unter anderem bei SV Austria Salzburg, LASK Linz, FK Austria Wien und Wiener Neustadt. Für die österreichische Nationalelf stürmte er insgesamt 20 mal und erzielte dabei drei Tore.

KOSMO-Redaktion

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