WIRTSCHAFT 02.06.2015

Warum neue Ausländer die alten Gastarbeiter verdrängen

© zVg.
Die Arbeitslosigkeit bei ausländischen Staatsbürgern stieg in Oberösterreich um ein Fünftel. Konkurrenz durch neue Zuwanderer kostet viele traditionelle Gastarbeiter ihre Jobs.

Dass die Arbeitslosenzahlen in Österreich stetig steigen, ist bekannt. Nun zeigen aktuelle Statistiken, dass vor allem alteingesessene Gastarbeiter, die vielfach schon seit Jahrzehnten in Österreich leben und arbeiten, von der Konkurrenz neuerer ausländischer Arbeitskräfte gefährdet sind. Wie das oberösterreichische Online-Portal nachrichten.at berichtet, haben alleine in Oberösterreich mehr als ein Viertel der 36.000 arbeitslos gemeldeten Personen keinen österreichischen Pass. Die Arbeitslosigkeit bei ausländischen Staatsbürgern ist damit um ein Fünftel gestiegen.

Besser ausgebildete EU-Arbeiter


Als Ursache wird die oftmals schlechtere Ausbildung von alteingesessenen Zuwanderern der klassischen Gastarbeitergeneration gesehen. Neu ankommende Arbeiter aus den östlichen EU-Ländern, die jünger und besser qualifiziert seien, verdrängen sie aus ihren Jobs. „Es gibt keine Mitte mehr. Die einen sind Durchläufer bei uns: Sie kommen und sind schnell wieder weg. Die anderen haben es furchtbar schwer, wieder am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen", erklärt Birgit Gerstorfer, Chefin der Landesgeschäftsstelle Oberösterreich.

Auch die schwache Konjunktur ist für die schlechten Arbeitslosenzahlen verantwortlich. So hat jeder dritte Klein- und Mittelbetrieb im Frühjahr 2015 seine Mitarbeiterzahl reduziert.

KOSMO-Redaktion

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