POLITIK 19.05.2015

Vucic: Dodik von Russen "gekauft"

© zVg.
Der serbische Premierminister hat sich laut serbischen Medien bei einem Treffen mit dem NGO-Sektor über Tomislav Nikolić und Milorad Dodik beschwert.


"Tomislav Nikolić bereitet mir mit der Kosovo-Plattform ernsthafte Probleme", sagte Serbiens Premierminister Aleksandar Vučić bei einem Treffen mit Vertretern von serbischen Nichtregierungsorganisationen letzte Woche. Den Inhalt dieser Gespräche veröffentlichte gestern die Tageszeitung Blic. Von der Plattform erfuhr er aus Medienberichten, so Vučić. Nikolićs Vorschlag über eine Staatsplattform für den Kosovo, die der Präsident an die Regierung und das Parlament verschicken wollte, habe der Premierminister gar nicht bekommen. Tomislav Nikolić plant laut Vučić die Plattform über den Status des Kosovo als autonomer Provinz oder Republik an die UNO und die EU zu schicken. "Das würde den Brüsseler Vertrag und alle bisherigen Vereinbarungen mit Priština ernsthaft gefährden", beschwerte sich der serbische Regierungschef.

500 Millionen Euro
Kredit

Aleksandar Vučić beschwerte sich ebenfalls über den Präsidenten des bosnisch-herzegowinischen Landesteils Republika Srpska Milorad Dodik. Dieser habe sich stark mit Russland verbunden. Putin habe ihm 500 Millionen Euro als Kredit und niedrigere Gaspreise angeboten. Als Gegenleistung würde Dodik seine politische Strategie eines Unabhängigkeitsreferendums fortsetzen. "Diese Politik kompliziert die Position Serbiens und erhöht den Druck aus dem Westen, Dodik zu beruhigen", so Aleksandar Vučić.

KOSMO-Redaktion

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