POLITIK 27.06.2014

Vorwürfe gegen Ex-Chef des Integrationsfonds

© zVg.
Alexander Janda, ehemaliger Geschäftsführer des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) soll einen Verein gegründet haben, der für eine einzige Studie 300.000 Euro kassierte und danach wieder verschwand.


Wie das Magazin Profil gestern berichtete, wurden schwere Vorwürfe gegen den ehemaligen Geschäftsführer des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) erhoben. Für die sogenannte Moslem-Studie über den Integrationsstand muslimischer Zuwanderer hatte der Verein Kompetenzzentrum Integration und Sicherheit 300.000 Euro vom Innenministerium kassiert. Laut Recherchen des Profil handelte es sich dabei auch um die einzige Aktivität des Vereins, der inzwischen wieder verschwunden ist. Vorstand des Vereins war EX-ÖIF-Chef Alexander Janda. Die Vereinsadresse deckt sich laut Profil mit der Kanzeleiadresse des ÖVP-nahen Rechtsanwalts Werner Suppan, mit dem Janda auch in seiner Tätigkeit als Geschäftsführer des Stadterweiterungsfonds berufliche Kontakte gehabt hatte.

Die Grüne Abgeordnete Alev Korun forderte nun eine parlamentarische Anfrage zur Aufklärung des Sachverhalts. „Hier besteht dringender Verdacht auf Freunderlwirtschaft und missbräuchliche Verwendung von Steuermitteln bei gleichzeitig höchster Intransparenz“, sagte sie zu Profil.

Alexander Janda, der von 2002 bis 2012 Geschäftsführer des ÖIF war, bestätigte dass sein Verein den Auftrag ohne öffentliche Ausschreibung bekommen hatte, weist aber die Vorwürfe, dass die Kosten überhöht waren zurück.

KOSMO-Redaktion

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