INTEGRATION 18.02.2014

Vorwürfe: Chaos im Bundesamt für Asyl

© zVg.
EDV-Ausfälle, zu wenig Personal und tausende nicht bearbeitete Anträge – das sind die Kritikpunkte am neuen Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl.


Nachdem das neue Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (BFA) gerade erst vor sieben Wochen seine Arbeit aufgenommen hat (siehe KOSMO-Bericht), wird jetzt schwere Kritik an der Qualität der neuen Einrichtung erhoben. In einer Aussendung des Vereins Asylkoordination ist die Rede von schweren technischen Problemen mit der EDV, langen Wartezeiten so wie wenigen und nicht ausreichend qualifizierten Mitarbeiter.

Anny Knapp, Obfrau des Vereins Asylkoordination, spricht von „chaotischen Zuständen“ und von 2.000 nicht erledigten Antragsformularen und 5.000 nicht bearbeiteten Schriftstücken. Den Referenten sei es durch EDV-Ausfälle unter anderem nicht möglich, Fremdenpässe auszustellen oder im Falle einer Polizeikontrolle Informationen über den Aufenthaltstitel einer Person abzugeben.

Von Seiten des BFA wurde in einer schriftlichen Stellungnahme eingeräumt, dass es zu Ausfällen einzelner Applikationen gekommen sei, an der Optimierung aber bereits gearbeitet würde. „Insgesamt besteht überhaupt kein Zweifel an der Funktionalität der neuen Behörde“, heißt es aus dem BFA.

Die Einrichtung der neuen Super-Behörde, die sämtliche Amtswege in Fragen des Aufenthalts- und Asylrechts  vereinen sollte, war bereits 2011 vom Innenministerium angekündigt worden. Mit dem 1.1. 2014 hatte das BFA zu arbeiten begonnen.

KOSMO-Redaktion

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