DISKRIMINIERUNG 17.03.2015

Vienna Business School entschuldigt sich für „Missverständnis“

© zVg.
Nachdem es auf ein Verbot der Muttersprachen in der Vienna Business School zahlreiche negative Reaktionen gegeben hatte, rudert der Schulerhalter in einer Aussendung zurück.


„Vienna Business School steht für Offenheit und gelebten interkulturellen Austausch“, heißt es in einer Aussendung, nachdem die Direktorin der Vienna Busienss School Mödling mit dem Verbot anderer Sprachen als Deutsch in ihrer Schule für Aufregung gesorgt hatte (siehe KOSMO-Bericht).

Der Fonds der Wiener Kaufmannschaft, der Schulerhalter der sechs Vienna Business Schools im Raum Wien, bezeichnete den Vorfall als „Missverständnis“ und entschuldigte sich in der Aussendung dafür. „Selbstverständlich ging es im konkreten Fall nicht darum, den Dialog in anderen Sprachen zu unterbinden. Wenn dieser Eindruck aus dem Schreiben der Schulleiterin entstanden ist, so möchten wir uns dafür entschuldigen“, heißt es vom Fonds der Wiener Kaufmannschaft.

Beleidigt durch private Telefonate?


Zu dem „Missverständnis“ sei es durch einen Streit zwischen einem albanischen Schüler, einer mazedonischen Reinigungskraft und einer türkischen Schülerin gekommen. Aufgrund dessen hatte die Schuldirektorin den Gebrauch anderen Sprachen als Deutsch untersagt. Das Verbot gelte sowohl in den Pausen als auch bei privaten Telefonaten. Telefongespräche in anderen Sprachen als Deutsch sollten nur dort gefürht werden, „wo sich keine anderen Personen aufhalten, die sich auf irgendeine Art beleidigt fühlen könnten“, hieß es in dem Schreiben der Direktorin.

Der niederösterreichische Landesschulrat Hermann Helm gab an, den Vorfall rechtlich prüfen zu wollen.

KOSMO-Redaktion

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