06.02.2014

Unser Star bei GZSZ

© Lunzart Photography
KOSMO traf Dejan Kolić um mit ihm über seine Karriere bei der deutschen Kultserie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ (GZSZ), seine Arbeit als Model und als Lehrer zu sprechen.


Dejan Kolić ist erste österreichische Schauspieler, in der erfolgreichsten deutschen Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. Daneben ist er ein aufstrebendes Model und Lehrer an der NMS 6 Wels. Wir trafen den 24-jährigen Oberösterreicher mit serbischen Wurzeln zum Interview:

KOSMO: Du hast schon früh mit der Schauspielerei begonnen?

Dejan Kolić: Ja, schon in der Hauptschule erkannten meine Lehrerinnen, dass ich schauspielerisches Talent habe. Englischsprachiges Theater war damals meine Spezialität. Nach der Hauptschulzeit ließen sich meine Eltern scheiden. Das hat mich ziemlich getroffen. Erst kurz vor der HAK Matura erkannte ich, dass ich selber die Fäden in die Hand nehmen muss und begann, mich für verschiedene Kurzfilmprojekte in Wien und Salzburg zu bewerben. Ich bekam in der Zeit sieben Hauptrollen in verschiedenen Produktionen, die auf Festivals gezeigt wurden.

Wie hast du den Sprung ins Fernsehen geschafft?

Ich begann nach der Schule mein Studium an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich. Um den Lernstress zu kompensieren, bewarb ich mich 2012 beim Casting für die Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ in Deutschland. Aus 10.000 Bewerbern bekam ich den ersten Platz und wurde in Berlin bei GZSZ aufgenommen.

Du bist auch als Model aktiv…

Ja, ich wurde 2013 von der Linzer Fashion Boutique „Podium“ entdeckt und kam in Wien in Kontakt mit der Geschäftsführerin der 1st Avenue Male Model Agency, Frau Nancy Kanellopoulou, die mich sofort managen wollte. Sie engagierte mich für ein Shooting für den berühmten Designer Michael Quester und sein Fashion-Label Cassida Clothing, der Stars wie Johnny Depp oder Rihanna stylt. Neben Cassida habe ich ua. auch für die Labels Podium und Pink Rebell gemodelt.

Neben deiner Modelkarriere arbeitest du seit Kurzem auch als Lehrer an der NMS 6 in Wels?

Ich habe dieses Jahr zu unterrichten begonnen. Derzeit unterrichte ich die Fächer Englisch, Geschichte und Werken. Ich wurde von Kollegen darauf angesprochen, ob ich mir vorstellen könnte, Theaterpädagogik zu unterrichten. Also werde ich ab September 2014 auch Schauspielunterricht geben.

Was erzählst du deinen Schülern, die von der Schauspielerei oder der Modelkarriere träumen?

Dass nicht alles so schön ist, wie es auf den ersten Schein aussieht. Die Arbeit eines Models ist sehr anstrengend. Anfangs habe ich versucht, meinen Zweitberuf in der Schule für mich zu behalten. Natürlich erkannte man mich, mittlerweile weiß die Schule Bescheid. Die Schüler und auch die Schuldirektorin unterstützen mich sehr.

Interview: Josip Andrejevski / KOSMO

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