WIRTSCHAFT 01.09.2014

Umfrage: Selbstständige gegen Sonntagsöffnung

© zVg.
Der SWV Wien präsentierte die Ergebnisse einer Blitzumfrage unter Wiener Händlerinnen und Händlern. Mit 65 Prozent sprachen sie sich gegen eine Sonntagsöffnung aus.


Das Thema Sonntagsöffnung spaltet regelmäßig die Gemüter. Am vergangenen Freitag veröffentlichte der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband Wien (SWV) die Ergebnisse einer aktuell durchgeführten Blitzumfrage. Zuvor hatte der ÖVP-Wirtschaftsbund das Thema der Sonntagsöffnung lanciert.

"Ziel der Umfrage war es, die Meinung der Wiener Selbstständigen einzufangen und klare Rückschlüsse zu ziehen", erklärte Peko Baxant, Direktor des SWV Wien. Die Befragung wurde im Rahmen einer Besuchsaktion bei den Unternehmerinnen und Unternehmern vor Ort als auch online durchgeführt. Von 639 Befragten hat sich der Großteil mit 65,1 Prozent klar gegen eine Ladenöffnung am Sonntag ausgesprochen. Nur 34,9 Prozent befürworten eine Sonntagsöffnung.

"Einerseits stehen viele dem Kosten-Nutzen-Faktor kritisch gegenüber, andererseits befürchten die Unternehmerinnen und Unternehmer eine massive Verschlechterung ihrer Work-Life-Balance. In einer Zeit wie heute, in der alles schnell gehen muss, ist es dringend nötig, einen Tag der Entschleunigung zu haben", so Baxant.

"Uns ist der Schutz der Kleinen wichtiger als die Gewinne der Großkonzerne. Von einer Sonntagsöffnung würden nur die großen Unternehmen und Konzerne profitieren - die sind beim ÖVP-Wirtschaftsbund gut aufgehoben. Der SWV aber ist die Stimme der Kleinbetriebe und Eine-Person-Unternehmen, die das Rückgrat unserer Wiener Wirtschaft bilden", resümierte Peko Baxant.

KOSMO-Redaktion

Jeder dritte Wiener Unternehmer ist Migrant


SWV-Strobl kritisiert Wirtschaftskammer-Wahlordnung

Darko Markovic leitet BKS-Referat des SWV Wien

Aktuelle Ausgabe

Aktuelle Ausgabe als PDF zum Nachlesen

COVER STORY:
Österreichs Beschützer
INTERVIEW:
Rap-Legende Juice
REPORTAGE:
Teure Geburstage

Zusendung

Lassen Sie sich KOSMO bequem nach Hause zusenden! Versandkostenbeitrag nur 11,- EUR (10 Ausgaben).
Zum Bestellformular

Facebook