CHRONIK 03.12.2014

USA: Wurde Bosnier Opfer von Rassenunruhen?

© www.stlbosnians.com
Die bosnische Community in St. Louis ging nach dem brutalen Mord an einem US-Bosnier nahe der Stadt Furgeson auf die Straße.


Die Bilder der Unruhen nach der Erschießung des afroamerikanischen Teenagers Michael Brown durch einen Polizisten (der Beamte gab zwölf Schüsse auf den Jugendlichen ab) gingen um die Welt. Nun kam es in St. Louis, knapp 13 Kilometer von Furgeson entfernt, zu einem brutalen Zwischenfall. Vor den Augen seiner Ehefrau wurde der bosnischstämmige Zemir Begić von drei afroamerikanischen Jugendlichen mit Hämmern attackiert und totgeschlagen. Die Jugendlichen hatten zuerst begonnen, das Auto des Opfers mit Hämmern zu demolieren. Als der Mann dazwischen ging, wurde er erbarmungslos niedergeschlagen.

Schock in der Community

Die große bosnische Community in St. Louis war schockiert über den brutalen und sinnlosen Mord an ihrem Landsmann, der seit über 20 Jahren in den USA lebte. Bei einem Protest am vergangenen Sonntag blockierten zahlreiche ortsansässige Bosnier den Verkehr in St. Louis. „Wir haben die Nachbarschaft hier mit aufgebaut, aber wir fühlen uns hier nicht mehr sicher“, hieß es aus der bosnischen Community.

Die Polizei gab an, drei Verdächtige festgenommen zu haben. Der Hauptverdächtige ist erst 17 Jahre alt. Vermutungen, wonach die Tat rassistisch motiviert gewesen sein könnte, wurden von den Behörden zurückgewiesen.

KOSMO-Redaktion

Neue Details: Tugce-Mörder stammt aus dem Sandzak

Blutbad in Ottakring

Albaner gegen Serben in Ottakring: WEGA musste ausrücken

Aktuelle Ausgabe

Aktuelle Ausgabe als PDF zum Nachlesen

COVER STORY:
Österreichs Beschützer
INTERVIEW:
Rap-Legende Juice
REPORTAGE:
Teure Geburstage

Zusendung

Lassen Sie sich KOSMO bequem nach Hause zusenden! Versandkostenbeitrag nur 11,- EUR (10 Ausgaben).
Zum Bestellformular

Facebook