KRIEG 02.03.2015

USA: Hunderten Bosniern droht Abschiebung

Die Vereinigten Staaten ermitteln gegen 600 Bosnischstämmige wegen Kriegsverbrechen. Rund 150 von ihnen sollen sich am Völkermord in Srebrenica beteiligt haben.


Das bestätigt nun die US-Einwanderungsbehörde. Danach könnten bald rund 150 bosnische Staatsbürger nach Bosnien-Herzegowina abgeschoben werden. Die US-amerikanischen Behörden identifizierten bereits rund 300 bosnischstämmige Personen, die an den Kriegsgräuel in Bosnien-Herzegowina von 1992 bis 1995 teilgenommen haben. Die Ziffer könnte jedoch auf 600 verdächtige Personen steigen. „Je mehr Unterlagen wir prüfen, desto mehr Verdächtige finden wir“, wird Michael MacQueen, ein Historiker in der Einwanderungs- und Zollbehörde (Immigration and Customs Enforcement), von der New York Times zitiert.

Laut bisheriger Ermittlungen könnten sich rund 150 bosnienstämmige Personen, die momentan in den USA wohnen, am Völkermord in Srebrenica beteiligt haben. Dieses Massaker gilt als das schwerste Verbrechen in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg. Viele von ihnen wanderten nach dem Bosnienkrieg in die USA aus. Mehr als 120.000 Zuwanderer aus Bosnien-Herzegowina suchten für ein Visum in den USA an und verbargen dabei ihre Teilnahme an Kriegsgräueln.

KOSMO-Redaktion

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