PROTESTE 11.02.2015

Tuzla: Zusammenstöße von Arbeitern und Polizei

© zVg.
Das Drama um arbeitslose Arbeiter der ehemaligen großen Unternehmen in Tuzla geht weiter. Ein Jahr nach großen Protesten kam es heute erneut zu Zusammenstößen.


Die arbeitslosen ehemaligen Arbeiter des Schuhfabrikanten „Aida“ gingen heute erneut auf die Straße. Nachdem der Direktor des Unternehmens abgelehnt hatte, mit den Arbeitern auf die Straße zu gehen, wurde er von den Arbeitern aus der Unternehmensdirektion verjagt. Die unzufriedenen Arbeiter begaben sich anschließend vor das Gebäude des kantonalen Parlaments in Tuzla. Nachdem ihnen mitgeteilt wurde, dass der Parlamentspräsident nicht im Büro ist, wollten rund 200 von ihnen in die Räumlichkeiten des Parlaments einbrechen. In diesem Moment reagierte die Polizei. In einer Serie von kleinen Zusammenstößen vor dem Parlamentsgebäude sind zwei „Aida“-Arbeiterinnen verletzt worden.

Genau vor einem Jahr begannen in Tuzla die großen Proteste der unzufriedenen Arbeitslosen von Bosnien-Herzegowina, die sich blitzartig auf andere Großstädte des Landes ausbreiteten. Die Proteste lösten sich nach einigen Monaten auf, die Probleme der Arbeiter blieben: Sie fordern Job und eine regelmäßige Sozialversicherung.

KOSMO-Redaktion

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