07.02.2014

Tuzla: 130 Verletzte nach neuen Protesten

© zVg.
Gestern kam es zu weiteren schweren Ausschreitungen bei den Arbeiterprotesten in Tuzla. Die Proteste weiten sich auf andere Städte Bosnien-Herzegowinas aus.


Auch gestern kam es wieder zu schweren Zusammenstößen zwischen der Polizei und den Demonstrierenden in der nordbosnischen Stadt Tuzla (siehe KOSMO-Bericht), wobei sich die Proteste laut Medienberichten auch auf andere Städte Bosnien-Herzegowinas ausweiteten. Demonstranten sind auch in der Hauptstadt Sarajevo auf die Straße gegangen. Es wird auch von Protesten in den Gemeinden Zenica und Bihać berichtet.

In Tuzla wurden unterdessen laut Medienberichten 130 Personen bei den gestrigen Protesten verletzt. Auf Filmaufnahmen örtlicher Fernsehsender sieht man aufgebrachte Menschen, die mit Steinen die Fensterscheiben am Regierungsgebäude einschlagen. Die Menge soll versucht haben, in das Regierungsgebäude einzudringen. Die Polizei setzte Tränengas ein. Laut Polizeiangaben nahmen etwa 2.000 Menschen an den Protesten in Tuzla teil. Medien berichten von 7.000 Demonstrierenden.

Weitere Proteste geplant


Bereits am Mittwoch war die Situation eskaliert, als demonstrierende Arbeiter der fünf größten pleitegegangenen Industrieunternehmen sich im Regierungsviertel des Kantons Tuzla versammelten und versuchten zum Regierungschef des Tuzla-Kantons Sead Čaušević zu gelangen. Auch für den heutigen Tag wurden weitere Proteste in den Städten Sarajevo, Bihać, Prijedor, Cazin, Maglaj, Mostar, Visoko angekündigt.

KOSMO-Redaktion

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