TERROR 28.04.2015

Terror in Bosnien: Behörden wurden vor drei Tagen gewarnt

Der bosnische Sicherheitsdienst (SIPA) soll bereits vor Tagen eine Warnung wegen eines möglichen Terrorangriffs erhalten haben.


Es war gegen 19.00 Uhr gestern Abend, als ein bewaffneter Mann in die Polizeistation im ostbosnischen Zvornik (Landesteil Republika Srpska) eindrang und begann, um sich zu schießen. Laut Berichten bosnischer Medien fuhr der Mann mit seinem Wagen vor das Polizeirevier und rief „Allahu akbar“ („Gott ist groß“), als er das Feuer auf die Beamten eröffnete. Der Angreifer tötete einen Polizisten und verletzte zwei weitere. Medienberichten zufolge wurde auch der 24-jährige Täter beim Schusswechsel getötet.

SIPA warnte schon vergangenen Freitag

Der Innenminister der Republika Srpska, Dragan Lukač, sagte, dass es Hinweise gebe, dass der Attentäter der ultrakonservativen islamischen Bewegung der Wahhabiten angehört. Bisher ist unklar, ob es sich dabei um einen Einzeltäter handelt, oder ob es weitere Komplizen gibt. Der Minister erklärte, dass die Sicherheitskräfte in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt wurden. Laut Medienberichten soll der staatliche Sicherheitsdienst (SIPA) bereits vor drei Tagen eine Warnung wegen eines möglichen terroristischen Anschlags gehabt haben.

Kritik an Sicherheitskräften

 „Wir haben riesige Probleme. Wenn wir uns dem nicht entgegenstellen, kann es nur noch schlimmer werden“, sagte Dragan Mektić, Sicherheitsminister von Bosnien-Herzegowina. Milorad Dodik, Präsident der Republika Srpska, bezeichnete den Überfall in einer ersten Reaktion als Terrorangriff auf die Institutionen des Landes und kritisierte die bosnischen Sicherheitskräfte.

KOSMO-Redaktion

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