INTEGRATION 15.06.2015

Tagung in Wien: Der Islam gehört zu Österreich

© BMEIA
Das Integrationsministerium veranstaltete heute die Tagung "Islam europäischer Prägung. Muslime und Musliminnen in der Mitte der Gesellschaft". Die Tagung wurde von Integrationsminister Sebastian Kurz eröffnet.

Gleich zu Beginn seiner Rede betonte Kurz, dass mittlerweile rund 570.000 Muslime in Österreich leben. Österreich hätte eine lange staatliche Beziehung zum Islam. Der Grund ist das 1912 zwecks Eingliederung muslimischer Bosniaken ins Rechtssystem der Donaumonarchie verabschiedete Islamgesetz, das kürzlich eine Neufassung bekam. "Trotzdem haben wir in Österreich viele hetzerische Stimmen gegen den Islam", sagte Kurz und sprach von FPÖ-Plakaten in Wien und Graz. "Diesen Stimmen erteile ich eine klare Absage: Der Islam gehört zu Österreich und ist ein Teil Europas", stellte der Integrationsminister unmissverständlich fest und bekam dafür einen kräftigen Beifall vom Konferenzpublikum.

Gibt es einen "europäischen Islam"?

Das Publikum wurde auch vom Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) Fuat Sanaç begrüßt. Obwohl die Tagung "Islam europäischer Prägung" heißt, stellte Sanaç fest, dass ein solcher Zugang "unwissenschaftlich" sei. "Man müsste eher über Muslime im österreichischen und europäischen Kontext sprechen", so der IGGiÖ-Präsident. "Ein Muslim muss immer ein Friedensbotschafter sein, da sind österreichische und europäische Muslime ein Vorbild", sagte Sanaç.

Im Rahmen der Tagung wurden zwei Round Tables mit hochkarätigen Experten sowie ein Social-Media-Talk mit Minister Kurz organisiert.

KOSMO-Redaktion

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