PANORAMA 27.10.2014

Syrien-Mädchen zu Interview gezwungen

© zVg.
„Ich fühle mich hier frei. Ich kann meine Religion frei ausüben. Das konnte ich in Wien nicht“, sagt eine der beiden Austro-Bosnierinnen in Syrien. Experten nehmen an, dass sie von der IS zu den Aussagen gezwungen wurden.


Das Schicksal der beiden bosnischstämmigen Wienerinnen Sabina S. und Samra K, die vor einem halben Jahr nach Syrien gingen, um sich den Islamisten anzuschließen, sorgt weiterhin für Rätsel. In einem SMS-Interview mit dem französischen Magazin „Paris Match“ soll die 15-jährige Sabina S. über ihr Leben bei der Terrorgruppe IS gegeben haben. Darin berichtet sie unter anderem über ihre Reise nach Syrien alltägliche Dinge, wie die dort verfügbaren Lebensmittel (zum Frühstück gibt es Nutella und Cornflakes). Außerdem sagt sie in dem Interview: „Ich fühle mich hier frei. Ich kann meine Religion frei ausüben. Das konnte ich in Wien nicht“.

Experten halten die Aussagen allerdings nicht für wahrheitsgemäß. Angesichts der letzen Berichte, dass die beiden Mädchen wieder zurück nach Österreich wollen (siehe KOSMO-Bericht), wird eher angenommen, dass sie zu den Aussagen im Interview gezwungen wurden.

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Österreichs Beschützer
INTERVIEW:
Rap-Legende Juice
REPORTAGE:
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