EUROPÄISCHE UNION 09.10.2014

Studie: Österreicher gegen EU-Erweiterung in Südosteuropa

© zVg.
Weniger als 30 Prozent der Österreicher sind für einen EU-Beitritt südosteuropäischer Länder wie Serbien, Bosnien-Herzegowina oder Mazedonien.


So groß die Hoffnung vieler Länder Südosteuropas auf einen baldigen EU-Beitritt ist, so groß ist auch die Ablehnung vieler Österreicher gegenüber einer neuen EU-Erweiterung. Das zeigte eine gestern veröffentlichte Studie der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik.

In einem Ranking liegen vier Beitrittsaspiranten praktisch gleichauf: Bosnien-Herzegowina (27 Prozent Zustimmung, 55 Prozent Ablehnung), Serbien (27 Prozent Zustimmung, 58 Prozent Ablehnung), Mazedonien (FYROM) (26 Prozent Zustimmung, 56 Prozent Ablehnung), Montenegro (25 Prozent Zustimmung, 57 Prozent Ablehnung). Ein EU-Beitritt Albaniens wird von 21 Prozent begrüßt (61 Prozent Ablehnung), jener des Kosovo von 20 Prozent (63 Prozent Ablehnung).

"Eine Mehrheit der Österreicher spricht sich gegen die Aufnahme weiterer Länder in die EU aus. Eine Tendenz, die über die vergangenen Jahre konstant geblieben ist. Die Wahrnehmung ist, dass sich die EU erst konsolidieren muss, bevor sie sich weiter erweitert", sagt Paul Schmidt, Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik, zum Ergebnis der ÖGfE-Umfrage.

"Trotzdem gilt es, die Beitrittsperspektive aufrecht zu erhalten und die Stabilität in der Region zu fördern. Gerade für Österreich ist eine künftige Integration unserer südosteuropäischen Nachbarn von Bedeutung", so Schmidt.

KOSMO-Redaktion

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