WIRTSCHAFT 15.01.2014

Studie: Wenig wirtschaftlichen Freiheiten am Balkan

© zVg.
Ein aktueller Index für wirtschaftliche Freiheit zeigt ein schwaches Ergebnis für Balkanstaaten: Bosnien und Herzegowina auf Rang 101, Kroatien auf 87 und Serbien auf Platz 95.


Wie viel wirtschaftliche Freiheit bietet einem das Land in dem man lebt? Wie schwierig ist es etwa, sich selbstständig zu machen und ein eigenes Unternehmen zu gründen? Die «Heritage Foundation» geht davon aus, dass wirtschaftliche Freiheit die zentrale Voraussetzung für menschlichen Wohlstand, Gesundheit und Bildung ist. Mit dem Index wirtschaftlicher Freiheit beurteilt die Organisation in Zusammenarbeit mit dem Wall Street Journal politische Rahmenbedingungen eines Landes und kalkuliert so eine Rangordnung der untersuchten Länder. Der Index 2014 zeigt eine positive Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr: der weltweite Durchschnitt steigt leicht an. Hong Kong  ist wie im Vorjahr an der Spitze  der weltweit liberalsten Ökonomien, gefolgt von Singapur und Australien. Das Schlusslicht bilden wenig überraschend- Nordkorea und Afghanistan.

Balkanstaaten im Vergleich

Bosnien und Herzegowina belegt Platz 101 von insgesamt 43 europäischen Ländern und somit auch das Schlusslicht unter den Nachbarstaaten. Ein leichter Anstieg zu Vorjahr ist zwar zu verzeichnen, allerdings noch immer unter den europäischen Durchschnitt. Grund für den kleinen Hoffnungsschimmer ist die Verbesserung der Handelsfreiheit und weniger Korruption. Das erste Mal wurde Bosnien und Herzegowina 1998 in die Rangordnung aufgenommen. Seitdem haben sich Bosniens wirtschaftliche Freiheiten um einige Punkte verbessert. Trotzdem steht Bosnien noch ein langer Weg bevor. Als  Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Freiheit wird unter anderem eine Justizreform, mit Schwerpunkt Korruption nahe gelegt.

Kroatien hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 13 Punkte verschlechtert und  belegt derzeit Rang 87. Auch in Kroatien sind weitreichende Korruptionsvorwürfe und bürokratische Hürden  Haupthindernisse für den wirtschaftlichen Aufschwung. Serbien ist von seinen Nachbarn nicht allzu weit entfernt und macht sich auf Platz 95 gemütlich, Albanien auf Rang 43. Das größte Problem auf dem gesamten Balkan ist das trübe Investitionsklima, das mit bürokratischen Hürden einhergeht und somit die wirtschaftliche Freiheit zunehmend gefährdet.   

KOSMO-Redaktion

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