INTEGRATION 12.05.2014

Studie: Migranten bekommen weniger Sozialleistungen

© zVg.
Haushalte von Migranten bekommen im Durchschnitt 2.075 Euro weniger Sozialleistungen als inländische Haushalte.

Der Mythos, dass Migranten unser Sozialsystem ausnützen, wurde von einer aktuellen Studie wiederlegt. Im Rahmen eines europaweiten Projekts wurden die Sozialsysteme in 16 EU-Ländern, darunter auch Österreich, untersucht. In lediglich sechs Ländern beziehen Migranten mehr Sozialleistungen als die alteingesessenen Staatsbürger. In Österreich erhalten Haushalte von Migrantenfamilien im Schnitt 2.075 Euro weniger Sozialleistungen pro Jahr als Haushalte von Inländern.

Die Untersuchung wurde vom Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) und der Wirtschaftsuniversität Wien durchgeführt. Als Erklärung für das Ergebnis wird die jüngere Altersstruktur von Migranten genannt. Daher benötigen Migranten im Schnitt 2.391 Euro weniger aus den Kranken- und Pensionsversicherungen als Inländer. Beim Kindergeld und der Sozialhilfe bekommen sie 316 Euro mehr als inländische Haushalte.

Ein ähnlicher Trend ist in den meisten Ländern der Studie zu beobachten. Extremfällte sind hingegen Deutschland, wo Migranten 7.194 Euro mehr an Sozialleistungen bekommen, während sie in Luxemburg 11.401 Euro weniger erhalten.

KOSMO-Redaktion

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