PANORAMA 31.03.2014

Studie: Globale Migration geringer als angenommen

© zVg.
Eine Studie von Wiener Wissenschaftlern zeigt, dass die globale Migration wesentlich geringer ist, als gemeinhin angenommen.


Der Eindruck, dass die zunehmende Globalisierung der Wirtschaft zu immer stärkeren Migrationsbewegungen führt, wurde von einer aktuellen Studie widerlegt. Wiener Wissenschaftler analysierten die Migrationsbewegungen zwischen 1990 und 2010 und kamen zu dem Schluss, dass die Migration in diesen zwanzig Jahren nicht zugenommen hat, sondern relativ stabil geblieben ist.

Die Wissenschaftler des Instituts für Demografie an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und des Wittgenstein Center for Demography and Global Human Capital in Wien präsentierten vor wenigen Tagen ihre Ergebnisse. Es wurden 196 Länder zwischen 1990 und 2010 in Abständen von fünf Jahren beobachtet. Die Zahl der weltweiten Migranten war demnach zwischen 1990 bis 1995 mit 41,4 Millionen am höchsten. Weltweit ging die Migration von 0,75 Prozent der Weltbevölkerung (1990-1995) auf 0,61 Prozent (2005-2010) zurück.

Die stärkste bilaterale Migration fand 2005 bis 2010 zwischen den Mexiko und den USA statt. Abgesehen davon gebt es die größten Migrationsbewegungen zwischen den Ländern Asiens. Insgesamt verlaufen die Migrationsbewegungen selten über die Grenzen der Kontinente hinweg.

KOSMO-Redaktion

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