INTEGRATION 25.03.2015

Streit um Sonderklassen für Migrantenkinder

© zVg.
Vorbereitungsklassen für Kinder mit Sprachdefiziten sollen Teil der geplanten Schulreform sein.


Bei ihrer Klausur in Krems kündigte die Bundesregierung eine umfassende Schulreform an, die noch bis zum Herbst dieses Jahres kommen soll. Ein umstrittener Punkt dieser Reform sind die, oftmals als „Ghettoklassen“ kritisierten, „vorbereitenden Klassen“ für Kinder mit Sprachdefiziten. Vizekanzler und Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Wissenschaftsstaatssekretär Harald Mahrer kündigten die Einrichtung solcher Klassen bei einer Pressekonferenz am Dienstag an. Kinder mit Sprachdefiziten sollen demnach vor dem Eintritt in reguläre Schulklassen in gesonderten Gruppen Sprachförderung bekommen.

Kritik von Experten

Sprachwissenschaftler kritisierten diese Pläne in der Vergangenheit mehrmals. Kinder mit schlechten Sprachkenntnissen lernen laut Experten am besten, wenn sie mit Kindern sprechen, die die Sprache gut beherrschen.

Derzeit befassen sich drei Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen Bildungsthemen, die bis November eine Reform präsentieren sollen. Neben der Sprachförderung, die in den kommenden drei Jahren mit 90 Millionen Euro finanziert werden soll, sind Umstrukturierungen in der Verwaltung und Organisation geplant.

KOSMO-Redaktion

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