SERBIEN 18.09.2013

Strauss-Kahn wird Serbiens Finanzberater

© zVg.
Der Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn wird die serbische Regierung in Finanzfragen beraten.


Belgrad deckt sich im Vorfeld der EU-Beitrittsverhandlungen mit internationalen Beratern ein. Nach dem ehemaligen österreichischen Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (KOSMO-Bericht) ist Dominique Strauss-Kahn, ehemaliger Chef des Internationalen Währungsfonds, der zweite prominente Regierungsberater Serbiens. Strauss-Kahn soll künftig die serbische Regierung in Finanzfragen beraten. Mit einer Arbeitslosigkeit von 27 Prozent und einem steigenden Haushaltsdefizit erhofft sich Serbien positive Impulse von dem Wirtschaftsexperten.

"Serbiens Wirtschaft hat ernsthafte Probleme", wird Strauss-Kahn in der Süddeutschen Zeitung zitiert. Sie zu lösen, sei möglich, aber bei der schwierigen Lage der Weltwirtschaft nicht leicht. Schwerpunkte seiner Beratungstätigkeit sollen bei Steuerfragen, Arbeitsrecht und Pensionssystem liegen.

Der 64-jährige war unter anderem IWF-Chef, französischer Wirtschaftsminister und wurde bis zu seiner Vergewaltigungsanklage 2011 als potenzieller Präsidentschaftskandidat der französischen Sozialisten gehandelt. Nach der Einstellung des Prozesses 2012 hat er auf eine Rückkehr in die Politik verzichtet. Derzeit ist Strauss-Kahn international als Wirtschaftsberater aktiv. Er wird für die ersten drei Monate seiner Beratertätigkeit kein Honorar verlangen.

KOSMO-Redaktion

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