PANORAMA 07.04.2014

Srebrenica-Videospiel sorgt für Ärger

Geschmackloser geht es kaum: Eine Gruppe von Hobby-Entwicklern hat den Völkermord von Srebrenica in einem Videospiel auf dem Counter Strike-Server nachgestellt.

Srebrenica gilt als das schlimmste Kriegsverbrechen seit dem Zweiten Weltkrieg: Beim Massaker im Juli 1995 wurden über 8.000 Bosniaken getötet, vorwiegend Buben und Männer. Im Videospiel „Srebrenica 95“ geht es darum so viele Menschen wie möglich zu töten – der kaltblütigste Spieler gewinnt. Es handelt sich dabei um eine Erweiterung von Counter Strike, einem der populärsten Shooter-Spiele überhaupt.

Nachdem das Videospiel „Srebrenica 95“ für viel medialen Wirbel sorgte, haben die Hobby-Entwickler nun einen Rückzieher gemacht. Ebenso hat ihnen Facebook die Kanäle gesperrt und auch der Server soll nach Angaben von Spielern nicht mehr öffentlich gelistet werden.

KOSMO-Redaktion

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