BOSNIEN-HERZEGOWINA 18.06.2015

Srebrenica: Russland zweifelt nicht am Völkermord

© zVg.
Der russische Botschafter in Bosnien-Herzegowina Piotr Iwantsow betonte gestern gegenüber bosnischen Medien, dass jedes Volk seine eigene Tragödie hat, die man nicht vergessen oder verleugnen soll.

Iwantsow sagte in einem Interview für die bosnische Tageszeitung Dnevni avaz, dass in Srebrenica ein Völkermord geschah. "Wir stellen dieses Verbrechen, so wie es vom Internationalen Kriegsverbrechertribunal definiert wurde, nicht in Frage", sagte Iwantsow. Für Iwantsow sei der britische Entwurf einer UNO-Resolution zum Völkermord in Srebrenica keine "Endfassung". "Wir hoffen, dass wir über diesen Entwurf im UNO-Sicherheitsrat diskutieren werden". Auf die Frage, wie Russland auf die Ankündigung von Milorad Dodik reagieren wird, der nach einem Veto von Russland im UNO-Sicherheitsrat verlangte, sagte Iwantsow: "Wir respektieren Milorad Dodik. Das bedeutet aber nicht, dass wir das machen werden, was er uns sagt".

Laut serbischen Medien hat Serbien immer noch um kein russisches Veto auf die britische UNO-Resolution zum 20. Jahrestag des Völkermords in Srebrenica angesucht.

KOSMO-Redaktion

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