Gesellschaft 19.03.2013

Sozialbetrüger: Mehr Österreicher als Ausländer

Sozialbetrug wird vor allem von Österreichern und Österreicherinnen begangen. Zu diesem Ergebnis kommt eine laufende Studie der Linzer Johannes-Kepler-Universität.

Demnach wird Sozialbetrug zu drei Vierteln von Österreichern begangen - und damit viel seltener von Ausländern, wie dies in den Medien und in der breiteren Öffentlichkeit oft vermutet wird. Der häufigste Betrug ist mit dem Arbeitslosengeld verbunden. Wenn jemand Arbeitslosengeld bezieht, obwohl er einen Job hat, fällt das unter Sozialbetrug.

Laut dem Linzer Volkswirtschaftsprofessor Friedrich Schneider, der die Ergebnisse der Studie im Ö1-Morgenjournal präsentierte, wüssten Österreicher oft besser Bescheid, wie sie den Sozialstaat ausnützen können. Unter den Ausländern seien es vor allem Deutsche, die das österreichische System ausnützen, so Schneider. Als Beispiel nannte er in der Sendung einen Kellner, der in einem Hotel in Tirol arbeitet, nach der Wintersaison keinen Vertrag hat und sich für Mai und Juni arbeitslos meldet, wobei er gleichzeitig in Berlin einem Job nachgeht.

Der Schaden, der durch Sozialbetrug jährlich entsteht, wird von Schneider auf rund eine Milliarde Euro pro Jahr geschätzt.

KOSMO-Redaktion

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