BOSNISCHER FRÜHLING 11.02.2014

Solidarität für Bosnien-Herzegowina

© zVg.
Internationale Solidaritätskundgebungen bekunden ihre Unterstützung der bosnisch-herzegowinischen Bürger. Die Proteste in Bosnien-Herzegowina gehen friedlich weiter.


Seit der Eskalation der sozialen Proteste in Bosnien-Herzegowina vergangene Woche (siehe KOSMO-Bericht), ist die prekäre wirtschaftliche und soziale Situation des Landes ins internationale Blickfeld gerückt.

Medien berichten laufend über internationale Solidaritätserklärungen mit den Protesten der unzufriedenen Bürger Bosnien-Herzegowinas. So gingen bereits in Belgrad Menschen auf die Straße um Solidarität mit ihren bosnischen Nachbarn auszudrücken (siehe Foto). Es wird auch von Kundgebungen in der ungarischen Hauptstadt Budapest berichtet.

Solidarität in Wien

Auch in Wien ist für heute Abend eine Solidaritätskundgebung  geplant. Die Veranstaltung wurde gestern über Facebook verbreitet, wobei bisher über 1.500 Personen Einladungen erhalten haben. 

Der friedliche Protest ist polizeilich genehmigt und dient der Unterstützung der Menschen in Bosnien-Herzegowina, die derzeit für deren Grundrechte demonstrieren, wie es auf der Facebook-Seite heißt. Die Veranstaltung soll heute um 18:00 am Yppenplatz in Wien Ottakring starten.

Selbstverwaltung mit Expertenregierung

Unterdessen gehen die Proteste in Bosnien-Herzegowina friedlich weiter. In Tuzla wurde bereits ein Plenum der Demonstranten formiert, das von der Stadt und der Universität Tuzla unterstützt wird. Nach dem Rücktritt der Kantonsregierung arbeitet das Plenum, dem mehrere hundert Arbeiter, Studenten und Kriegsveteranen angehören, an der Formierung eines Expertenkabinetts, das die Regierungsarbeiten bis zum regulären Wahltermin im Oktober übernehmen soll.

Vertreter der Sozialdemokraten (SDP) und der größten bosniakischen Partei, der SDA, sprechen sich weiter für vorgezogene Neuwahlen aus.

KOSMO-Redaktion


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