SERVICE 22.10.2013

So heizen Sie am günstigsten

© istockphoto.com
Gas, Holz, Öl oder doch Sonnenenergie? Bei Heizsystemen haben Eigenheimbesitzer oft die Qual der Wahl. Doch welche Beheizungsform entlastet nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel?

Vor allem veraltete Technik verbraucht Unmengen an Energie. Aus diesem Grund beschließen immer mehr Menschen, ihre Heizrechnungen durch moderne und kostengünstige Heizsysteme zu senken. Laut Statistik Austria ist Holz die mittlerweile beliebteste Heizquelle in Österreich. Darauf folgen Erdgas und Heizöl.

Pelletkessel

Bei den Beheizungsmöglichkeiten mit Holz erfreut sich vor allem die Pelletheizung großer Beliebtheit. Die Befeuerung mit zylinderförmigen Holzpresslingen ist kostengünstig und erfolgt vollautomatisch. Für den Pelletkessel und die Pellets-Lagerung muss jedoch ein eigener Raum vorhanden sein, weshalb derzeit vor allem Hausbesitzer solche Heizungen haben. Positiv an dieser Heizungsalternative ist außerdem der geringe CO2-Ausstoß. Etwas erschreckend wirken auf den ersten Blick vielleicht die relativ hohen Anschaffungskosten: Bis zu 20.000 Euro müssen in eine Pelletheizung investiert werden. Allerdings ist die anschließende Beheizung preiswert, und auch Förderungen für Holzheizungen, Pelletzentralheizungskessel, Hackschnitzelheizungen und Pelletkaminöfen sind möglich.

Wärmepumpe

Im Vergleich der unterschiedlichen Heizsysteme schneidet die Wärmepumpe besonders gut ab. Wärmepumpen nutzen die in Erde, Umgebungsluft oder Grundwasser bereits vorhandene Energie und wandeln diese in Heizwärme um. Die Heizung benötigt wenig Platz, funktioniert vollautomatisch und weist geringe Betriebskosten auf – insofern alle Voraussetzungen zutreffen. Außerdem zeichnet sie sich durch geringe CO2-Emissionen aus und leistet damit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Allerdings sind die Investitionskosten für eine Wärmepumpe sehr hoch: Sie betragen etwa 10.000 Euro, zu denen noch Aufwendungen für beispielsweise Flächenkollektoren hinzukommen. Zusätzlich muss an kalten Wintertagen elektrisch nachgeheizt werden, wodurch sich etwa weitere 1.000 Euro an Stromkosten ergeben können. Wirklich effizient kann eine Wärmepumpe nur bei modernen beziehungsweise gut gedämmten Häusern eingesetzt werden. Auch die Grundstücksgröße und das vorhandene Budget sind bei der Wahl zwischen den verschiedenen Wärmepumpenarten entscheidend.

Heizöl

Das Heizöl gehört noch immer zu den preiswertesten Beheizungsmöglichkeiten. In Privathaushalten finden vorrangig Heizöl Extra Leicht (HEL) und Heizöl Extra Leicht Schwefelarm (HELS) Verwendung, wie auch die Energie-Experten der WAV Wärme Austria VertriebsgmbH bestätigen können. Die Beheizung mit HEL und HELS ist emissionsarm sowie kostengünstig. Ebenso wurde die Effizienz von Ölheizungen  in den vergangenen Jahren massiv verbessert – so ist der Brennstoffverbrauch in den letzten zwei Jahrzehnten um ganze 22 Prozent gesunken. Im Übrigen wird der Austausch von Ölheizungen bzw. Ölkesseln gefördert. Ölheizungsbesitzer müssen aber bedenken, dass der Heizölpreis im Laufe des Jahres pro Liter schwanken kann.

Fernwärme

In den letzten Jahren ist ein vermehrter Ausbau der Fernwärme festzuhalten. Wie auch das Bundesministerium für Wirtschaft Familie und Jugend in einem Bericht festhält. Dieses Heizsystem hilft nicht nur, an Heiz- und Warmwasserkosten einzusparen, sondern auch an Platz, da kein großer Heizkessel nötig ist. Dementsprechend reduzieren sich auch die Wartungskosten der Anlage. Zu den Nachteilen dieser Alternative gehört, dass die Wärme nicht direkt dort erzeugt wird, wo sie auch verbraucht wird. Aufgrund dessen geht ein enormer Teil der produzierten Wärme auf den langen Transportwegen zum Endverbraucher verloren. Vor der Entscheidung für Fernwärme empfiehlt sich außerdem, einen Anbietervergleich durchzuführen. Denn ein kurzfristiger Wechsel des Anbieters ist – im Unterschied zu Öl oder Gas – nicht möglich.

Solarthermie


Eine Solarthermieanlage zu betreiben ist kostengünstiger als beispielsweise eine Ölheizung. Außerdem können Solaranlagen auch mit Wärmepumpen kombiniert werden und zeichnen sich insbesondere durch ihre Langlebigkeit aus. Attraktiv ist diese Heizungsmöglichkeit nicht nur durch den Beitrag zum Umweltschutz, die geringen Stromkosten und die Energieeffizienz, sondern auch durch die Vielzahl an Förderungsmöglichkeiten. Es muss allerdings stets bedacht werden, dass Solaranlagen vom Wetter abhängig sind. Außerdem spielt der Standort der Immobilie eine wichtige Rolle, damit die Sonnenenergie vollends genutzt werden kann.

KOSMO-Redaktion

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