BALKAN 10.12.2014

Seselj will in Bosnien Pension kassieren

© zVg.
Vojislav Šešelj sorgt mit einem angeblichen Antrag auf eine Pension in Bosnien-Herzegowina für Diskussionsstoff.


Der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) angeklagte serbische Ultranationalist Vojislav Šešelj könnte, wie Medien aus der Region berichten, bald eine Pension in Bosnien-Herzegowina bekommen. Seine Chancen stehen gar nicht schlecht, wie es heißt. Die Empfehlung kam von der ärztlichen Begutachtungskommission in Serbien und Bosnien-Herzegowina, Landesteil Föderation.

Seseljs Ansprüche begründen sich auf seine Berufstätigkeit vor dem Krieg in Bosnien-Herzegowina. Er war in den 1980er Jahren als Assistent an der Fakultät für Politikwissenschaften eingestellt gewesen. Wegen nationalistischer Aktivitäten wurde er dort entlassen und wechselte nach Belgrad. Die Diskussion um das Pensionsansuchen des Ultranationalisten sorgt derzeit in der Öffentlichkeit für Staunen.

„Ich weiß nicht, mit welchen Tricks vorgegangen wurde, aber in Belgrad wurde er laut Gutachten als Invalide der ersten Kategorie klassifiziert, was bedeutet, dass ihm eine Pension zusteht“, sagte der Direktor der Pensionsversicherungsanstalt des Landesteils Föderation Bosnien-Herzegowina zur Tageszeitung Dnevni avaz.

KOSMO-Redaktion

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