POLITIK 30.03.2015

Seselj muss zurück nach Den Haag

© zVg.
Der serbische Ultranationalist Vojislav Šešelj, der im vergangenen Herbst wegen gesundheitlichen Gründen aus der Haft in Den Haag entlassen wurde, muss nun wieder hinter Gitter.


Der Berufungssenat des UNO-Tribunals für Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien (ICTY) revidierte seine Entscheidung über die Freilassung des wegen Kriegsverbrechen in Bosnien-Herzegowina angeklagten ehemaligen Anführers der Serbischen Radikalen Partei (SRS).

Wie das Gericht mitteilt, habe Šešelj durch seine öffentlichen Auftritte in Serbien, das Vertrauen des Gerichts verloren. Šešelj habe Menschen, die mit dem Gericht zusammenarbeiten, bedroht und immer wieder verlautbart, dass er nicht vor habe, je wieder freiwillig vor das Gericht zurückzukehren.

"Habe Gericht besiegt"

Šešelj erklärte auch angesichts des aktuellen Gerichtsentscheids, gegenüber Medienvertretern, dass er nicht zurückkehren werde und das Haager Tribunal „besiegt“ hätte. "Ich möchte sehen, wie mich Aleksandar Vučić und Tomislav Nikolić nun festnehmen werden", wird Šešelj in der Tageszeitung Većernje novosti zitiert.

KOSMO-Redaktion

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