WIRTSCHAFT 11.08.2014

Serbischer Schnaps soll EU-reif werden

© zVg.
Hausgebrannter serbischer Schnaps soll mit einem neuen Gesetz in legale Herstellungsprozesse integriert werden. Mittelfristiges Ziel ist der Export in die EU.


Auf den selbst gebrannten Schnaps (Rakija) ist man am Balkan besonders stolz. Seit einer Gesetzesänderung im Jahr 2009 konnte der Großteil der Schnäpse in Serbien aber nur mehr auf dem Schwarzmarkt gehandelt werden. In diesem Zeitraum ist die Zahl der offiziell registrierten Schnapsproduzenten in Serbien von 2.000 auf nur noch 300 gesunken, wie Ivan Urošević, Präsident der Vereinigung der Schnapsproduzenten Serbiens, bestätigte.

Mit einem neuen Gesetz sollen die Landwirte und kleinen Schnapsproduzenten nun wieder in die Legalität zurückgeführt werden. „Die Bauern sollen ihre Produkte an registrierte Hersteller weiterverkaufen können und sich somit wieder im legalen Berich bewegen“, so Urošević. Die einzige Auflage an die Kleinbauern soll eine Registrierung als Landwirtschaftsbetrieb sein. Alle weiteren Verpflichtungen obliegen danach den Firmen, die deren Produkte übernehmen.

Das neue Gesetz soll bis Ende 2014 verabschiedet werden. Der Export von Schnaps in die EU wird als zukünftiges Ziel angesehen. Eine Arbeitsgruppe ist derzeit damit beschäftigt, die Produktion und Gesetze an EU-Standards anzugleichen. Die regionalen Besonderheiten und Traditionen sollen dabei erhalten bleiben.

KOSMO-Redaktion

Serbischer Käse unter den fünf teuersten der Welt

Bio-Lebensmittel aus Serbien und Bosnien auf EU-Märkten

Österreichischer Zucker aus Serbien

Aktuelle Ausgabe

Aktuelle Ausgabe als PDF zum Nachlesen

COVER STORY:
Österreichs Beschützer
INTERVIEW:
Rap-Legende Juice
REPORTAGE:
Teure Geburstage

Zusendung

Lassen Sie sich KOSMO bequem nach Hause zusenden! Versandkostenbeitrag nur 11,- EUR (10 Ausgaben).
Zum Bestellformular

Facebook