BALKAN 10.12.2013

Serbischer Politiker schickt Merkel Foto einer Bombe

© zVg.
Wenn es nach dem kontroversen serbischen Politiker Dragan Marković, genannt Palma, geht, dürfte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel bald unerwartete Post aus Serbien bekommen.


Der Bürgermeister der serbischen Stadt Jagodina kündigte vor Journalisten an, er werde der deutschen Kanzlerin „das Foto einer 620 Kilogramm schweren deutschen Bombe aus dem zweiten Weltkrieg schicken“. Die Bombe wurde vor drei Tagen in Belgrad bei Ausgrabungen gefunden.  

„Deutschland wird Serbien nicht stoppen“


„Frau Merkel soll diese Bombe sehen. Dabei wollen wir im Brief aber auch betonen: Eure Vorfahren haben Bomben auf Jugoslawien geworfen und Serben umgebracht, aber ihr als Nachkommen habt eine andere Meinung und werdet Serbien auf dem Weg zur EU nicht aufhalten“, sagte Palma, der Mann mit der Vorsitzende der Partei „Einheitliches Serbien“.

Dragan Marković Palma ist in Serbien für seine zahlreichen medialen Ausrutscher bekannt. Mehrmals beleidigte er schon Homosexuelle in der Öffentlichkeit und sorgte mit seinen Aussagen europaweit für Empörung („Die sind keine Homosexuellen, ich nenne sie Schwuchteln“).

Gleichzeitig sind seine – wenig intelligenten, aber dafür umso lustigeren - Sager ein Dauerbrenner bei Comedy-Shows und Kabaretts in der Region. Dazu gehört vor allem eine von ihm getätigte Aussage über Beethoven: „Alle großen Sänger haben für mich gespielt und gesungen, nur Beethoven und Chopin nicht. Da war ich ja noch klein“.

Soziale Politik

Obwohl im restlichen Serbien vor allem über Palma gelacht wird, ist er in der Stadt Jagodina die unbestrittene Nummer Eins. Seine Popularität nimmt seit Jahren keinen Abbruch. Die Bürger schätzen ihn dort vor allem für seine soziale Politik, die er selbst als „vorbildhaft für ganz Serbien“ bezeichnet.

KOSMO-Redaktion

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