INTEGRATION 03.01.2014

Serbische Ballnacht in Wien

© zVg.
Der Svetosavski bal (Heiliger Sava Ball) ist für die serbische Community das wichtigste Ereignis der Wiener Ballsaison. Die Österreichisch Serbische Gesellschaft (ÖSG) lädt am 24. Jänner zum Feiern im Parkhotel Schönbrunn.


Slawische Bälle können in Wien auf eine lange Tradition zurückblicken. Der erste Ball der Slawen wurde 1846 von Fürst Miloš Obrenović (1780 – 1860) initiiert. Für dieses Ereignis engagierte er den berühmten Komponisten Johann Strauß (Sohn), der eine eigene Komposition dafür schrieb. Das Musikstück wurde später unter der Bezeichnung “Serben-Quadrille” weltberühmt. Der Ball wurde von Slawen, ausländischen Diplomaten, serbischen Ministern, hohen Offizieren und Ihren Frauen besucht. Getanzt wurden Walzer, die Serben-Quadrille, serbische, kroatische und slawonisches Reigentänze (Kolo) und Polka.

Tradition und Moderne

Die Österreichisch Serbische Gesellschaft übernahm vor drei Jahren die Organisation des traditionsreichen Balls und lässt den Glanz am 24. Jänner im Parkhotel Schönbrunn wieder aufleben. Eröffnet wird die Ballnacht von den Kindern des serbischen Vereins Karađorđe aus Wien, die zu den Melodien des Vereins Zorule aus Novi Sad tanzen werden. Als Special Guest tritt die weibliche Band „The Frajle“ aus Novi Sad auf. Der Überraschungsgast des Abends – so viel können die Veranstalter schon verraten – ist weiblich.

Neben dem Programm der Hauptveranstaltung im Festsaal des Parkhotels Schönbrunn wird es in einem Nebensaal ein Angebot für jüngere Gäste geben. Ebenso findet eine Tombola statt, deren Gesamterlös für wohltätige Zwecke gespendet wird.

„Als Fürst Miloš Obrenović den ersten serbischen Ball in Wien organisierte, waren die Beziehungen zwischen den beiden Ländern auf ihrem Höhepunkt“, erklärt DI Dr. Marko Stijaković, Präsident der Österreichisch Serbischen Gesellschaft (ÖSG). „Durch die beiden Weltkriege gerieten Österreich und Serbien auf unterschiedliche Seiten. Zum 100. Jahrestag des Ersten Weltkriegs wird in beiden Ländern dieser Zeit gedacht. Die Österreichisch Serbische Gesellschaft betont, dass die Konflikte vergangen sind und das alle Verbindungen zwischen Wien und Belgrad von Freundschaftlichkeit geprägt sind.“

KOSMO-Redaktion

www.svetosavskibal.at

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