KROATIEN 12.08.2014

Erste lesbische Ehe: Serbin und Bosnierin heiraten in Kroatien

© zVg.
Marija Savić und Di Saržinski werden das erste lesbsiche Paar sein, das in Kroatien eine Eingetragene Partnerschaft eingeht.


Wenn ab  1. September die Eingetragene Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Beziehungen in Kroatien eingeführt wird (siehe KOSMO-Bericht), wird das ein großer Tag für viele homosexuelle Paare. Ein Paar, das mit seinem Bekenntnis, diesen Schritt einzugehen, derzeit in der gesamten Region für Aufsehen sorgt sind die Belgraderin Marija Savić und ihre aus Sarajevo stammende Lebensgefährtin Di Saržinski. Die kroatischstämmige Bosnierin und die Serbin werden in den Medien der Region als das erste lesbische Paar gehandelt, dass die eingetragene Partnerschaft in Kroatien eingeht.

Die beiden Frauen lernten sich 2007 in Belgrad kennen und leben heute in Sarajevo. In der kroatischen Tageszeitung Jutranji list sprachen sie über ihre Pläne und über die Diskriminierung, der sie aufgrund ihrer Beziehung im Alltag und auf dem Arbeitsmarkt ausgesetzt sind.

In Serbien und Bosnien nicht anerkannt

Wie die Behörden in Bosnien-Herzegowina und Serbien auf ihre eingetragene Partnerschaft reagieren werden, ist unklar. In beiden Ländern wird die Verbindung zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren nicht anerkannt. Der Einführung von Eingetragenen Partnerschaften war auch in Kroatien umstritten. Im vergangenen Jahr wurde ein Referendum gegen die Gleichstellung von homosexuellen Verbindungen mit der Ehe abgehalten. Damals stimmten 65,87 Prozent der Bürger dafür, die Ehe in der Verfassung als ausschließliche Verbindung zwischen Mann und Frau zu verankern (siehe KOSMO-Bericht).

Heuer stimmte eine Mehrheit des kroatischen Parlaments der Einführung der Eingetragenen Partnerschaft zu. Kroatien ist somit der 18. EU-Staat, der homosexuellen Paren eine rechtliche Institution zur Anerkennung ihrer Partnerschaften bietet.

KOSMO-Redaktion

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