WIRTSCHAFT 15.10.2013

Serbien/Kroatien: EU vermittelt im Zigaretten-Streit

© zVg.
EU-Kommission fordert von Serbien eine Zollsenkung bei der Einfuhr kroatischer Zigaretten.


Laut der kroatischen Tageszeitung Vecernji list wird im morgigen Bericht der EU-Kommission zum Status der Beitrittsverhandlungen Serbiens ein Einlenken gegenüber Kroatien in wirtschaftlichen Fragen gefordert. Konkret verlangt die EU-Kommission von Serbien eine Senkung der hohen Zölle auf die Einfuhr kroatischer Zigaretten.

Der Zigaretten-Streit zwischen Serbien und Kroatien entbrannte mit dem EU-Beitritt Kroatiens. Bis dahin führte Serbien 1.600 Tonnen Zigaretten aus dem Nachbarstaat ein. Im Rahmen der zentraleuropäischen Freihandelszone CEFTA, in der sich beide Staaten befanden, betrug der Zoll nur 15 Prozent. Da Kroatien seit seinem EU-Beitritt  kein Mitglied der CEFTA mehr ist, gelten keine CEFTA-Konditionen mehr. Die Zölle sind somit sprunghaft von 15 auf 57 Prozent gestiegen.

Im Falle, dass die EU-Forderungen umgesetzt werden, würden Serbien laut Medienberichten jährlich sieben Millionen Euro allein an Zolleinnahmen entgehen. Serbische Produzenten hätten darüber hinaus weitere Verluste zu befürchten.

Der serbische Handelsminister Rasim Ljajic forderte unterdessen, dass der größte kroatische Produzent TDR (Tabakfabrik Rovinj) seine Produktion in Serbien ansiedeln sollte.

KOSMO-Redaktion

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