BALKAN 22.01.2014

Serbien öffnet Arkans Tresore

© zVg.
Die privaten Tresore des serbischen Kriegsverbrechers Željko Ražnatović Arkan werden nun per gerichtlichen Beschluss aufgemacht. Dies berichtet heute die serbische Tageszeitung Blic.


Der geheime Inhalt der Tresors, der sich in einer Belgrader Bank befinden, soll dem Gericht vor allem Klarheit über die Machenschaften und Kriegsverbrechen von Arkan bringen. Der ehemalige Kommandant der Serbischen Freiwilligengarde wurde am 15. Jänner 2000 in der Lobby des Hotels Intercontinental erschossen, ebenso wie seine zwei Leibwächter. Das tödliche Attentat auf ihn wurde jedoch nie völlig aufgeklärt.

„Uns interessiert der Inhalt der Safes, weil wir gerade Beweise für seine Kriegsverbrechen sammeln. Die Staatsnwaltschaft für Kriegsverbrechen hat vom Tribunal aus Den Haag verschiedene Beweise bekommen. Wir prüfen gerade das Material und werden nach der Auswertung entscheiden ob wir ein Verfahren einleiten werden“, sagte der serbische Staatsanwalt für Kriegsverbrechen Vladimir Vukcevic.

Arkans Truppen waren in den Jugoslawienkriegen bei ethnischen Säuberungen, Vergewaltigungen, Vertreibungen und Massakern beteiligt. Vor seiner Karriere als Kommandant von Paramilitärs war Arkan in ganz Europa bekannt für zahlreiche Raubüberfälle, illegales Glücksspiel und Schutzgelderpressungen. Er wurde mehrmals in Schweden, Italien, Belgien, Deutschland und den Niederlanden verhaftet, konnte aber immer wieder aus den Gefängnissen ausbrechen.

KOSMO-Redaktion

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