WIRTSCHAFT 18.03.2014

Serbien borgt sich bosnische Züge

© zVg.
Seit drei Jahren stehen neun Garnituren mit unbenutzten Reisezügen in Bosnien-Herzegowina. Jetzt werden die Züge möglicherweise an Serbien ausgeliehen.


Morgen wird eine Delegation der Eisenbahngesellschaften aus Serbien und der Republika Srpska nach Sarajevo kommen, um über einen Verleih der Eisenbahngarnituren an Serbien zu verhandeln.

Vor mittlerweile drei Jahren wurden neun Reisezüge des spanischen Herstellers Talgo für die Verwendung in Bosnien-Herzegowina gekauft. Der Wert der Zuggarnituren beträgt insgesamt 67 Millionen Euro. Diese Züge sind in Bosnien-Herzegowina allerdings niemals in Einsatz getreten. Verantwortlich dafür ist eine Vielzahl von Gründen. So wurde der internationale Personenverkehr bei den Linien in der Region aufgrund des schlechten Zustands der Gleisanlagen, der fehlenden finanziellen Mittel und der ausbleibenden Passagierbelegung eingestellt.  Ursprünglich geplant war eine Zugsverbindung nach Zagreb, Belgrad, Ljubljana und danach in weitere Großstädte Europas. Keiner der Pläne konnte bisher realisiert werden.

„Alle Möglichkeiten sind noch offen“, sagte Enver Bijedić, Minister für Verkehr und Kommunikation in der Regierung der Föderation Bosnien-Herzegowina im Vorfeld der Gespräche mit den Vertretern Serbiens. „Wenn ein Interesse besteht, sind wir bereit die Züge anzubieten.“

KOSMO-Redaktion

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