PANORAMA 13.04.2015

Serbien: „Preisliste der Korruption“ sorgt für Aufsehen

© istockphoto.com
Die serbische Tageszeitung Blic veröffentlichte eine „Preisliste der Korruption“ in Serbien.


Von einem bevorzugten Termin für die Operation bis zur guten Schulnote – in Serbien ist alles käuflich. Wie viel man wofür zahlen muss enthüllte nun die größte serbische Tageszeitung Blic. Die Angaben basieren auf Umfragen, Analysen von Experten und Interviews mit Beteiligten. Zahlreiche westliche Medien griffen den Bericht bereits auf.

Für rund 300 Euro kann man demnach eine gute Schulnote kaufen und verhindern, dass das Kind in der Schule „sitzen bleibt“. Für 3.000 ist sogar eine Doktorarbeit zu bekommen. Baugenehmigungen beim Hausbau sind mit einem Bestechungsgeld von 500 bis 1.000 Euro verbunden. Der Preis für eine Hüftoperation beträgt 3.000 Euro.

Belgrader Chefarzt verhaftet

„Alle öffentlichen Einrichtungen in Serbien sind von der Korruption durchdrungen“, wird der Soziologe Zoran Gavrilović in dem Bericht zitiert.
Zuletzt wurde der Chefarzt eines Belgrader Krankenhauses verhaftet, nachdem er 500 Euro Bestechungsgeld angenommen hatte, um einen Patienten auf der Warteliste für eine Operation zu bevorzugen.

KOSMO-Redaktion

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