SCHWERER VORWURF 15.04.2015

Serbien: Polizei misshandelte Asylsuchende

Die serbische Polizei wurde von Menschenrechtlern mit schweren Anschuldigungen konfrontiert.


Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch berichtet über alarmierende Zustände in Serbien. Laut deren Bericht sollen serbische Polizisten wiederholt die Menschenrechte von Migranten und Asylsuchenden verletzt haben. Zwischen November 2014 und Januar 2015 befragte Human Rights Watch 81 Asylsuchende und Migranten, darunter 18 Kinder, in Serbien und Mazedonien.

„Polizisten haben uns Geld und Handys weggenommen“

Laut dem Bericht wurden 20 Migranten und Asylsuchende, darunter sieben Kinder im Alter zwischen 13 und 17 Jahren, in Subotica und der Umgebung von Polizisten erpresst und misshandelt. Die Polizisten zwangen sie, ihnen ihr Geld und ihre Mobiltelefone auszuhändigen, beleidigten sie und drohten mit Gewalt und Abschiebung. Fünf Personen, auch Kinder, berichten, von Polizisten geschlagen, getreten und gestoßen worden zu sein. Zwei der Befragten wurden mit Pfefferspray attackiert. Das ist nur einer von zahlreichen Fällen, die durch Human Rights Watch dokumentiert wurden.

"Behörden müssen handeln!"


„Die serbischen Behörden sind verpflichtet, Asylsuchende und Einwanderer zu schützen, insbesondere Kinder, die vor Krieg und Verfolgung geflohen sind. Die Polizei darf sie nicht erneut zu Opfern machen“, sagt Emina Ćerimović von Human Rights Watch. „Die Behörden sollen der Einschüchterung und Gewalt durch die Polizei unverzüglich entgegentreten und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen.“

KOSMO-Redaktion

Serbien: „Preisliste der Korruption“ sorgt für Aufsehen

Wien: 62-jährige Serbin stoppte Räuber


Serbien: Porno-Reality-Show verboten

Aktuelle Ausgabe

Aktuelle Ausgabe als PDF zum Nachlesen

COVER STORY:
Österreichs Beschützer
INTERVIEW:
Rap-Legende Juice
REPORTAGE:
Teure Geburstage

Zusendung

Lassen Sie sich KOSMO bequem nach Hause zusenden! Versandkostenbeitrag nur 11,- EUR (10 Ausgaben).
Zum Bestellformular

Facebook