BALKAN 26.03.2014

Serbien: McDonalds verliert Klage wegen Diskriminierung

© zVg.
Eine McDonalds-Filiale in Novi Sad hatte Roma-Kindern den Zugang zum Restaurant verweigert. Das Gericht verurteilte den Betreiber zu 100.000 Dinar Geldstrafe.


Das Unternehmen Nicefoods, das die McDonalds-Filialen in Serbien betreibt, wurde von einem Gericht in Novi Sad zu einer Geldstrafe von 100.000 Dinar wegen Diskriminierung verurteilt (ca. 800 Euro). Das meldete die serbische Nachrichtenagentur Tanjug.

Grund für die Verurteilung ist ein Vorfall, der sich in einer McDonalds-Filiale in Novi Sad im Juni 2012 ereignet hatte. Damals war drei Roma-Kindern der Zugang zum Restaurant verweigert  worden.

Die Klage wurde von der Beauftragten für Gleichberechtigung eingebracht, nachdem der Vorfall im Juni 2012 an die Öffentlichkeit gekommen war. Das Unternehmen Nicefoods hatte damals bekanntgegeben, dass es dem Fall nachgehen werde und, sollte es tatsächlich zu einer Diskriminierung durch deren Angestellte gekommen sein, weitere Schritte einleiten werde.

Neben der Geldstrafe in Höhe von 100.000 Dinar an das Unternehmen, wurde auch der Direktor von Nicefoods, Tomaš Rogač, zur Zahlung von 20.000 Dinar (ca. 170 Euro) verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

KOSMO-Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren:

Kroatien: Roma und Serben häufigste Opfer von Rassismus

Interview: Schluss mit der Türkenbelagerung


Vornehme Diskriminierung am Opernball

Lesen Sie mehr aus dem PANORAMA

Aktuelle Ausgabe

Aktuelle Ausgabe als PDF zum Nachlesen

COVER STORY:
Österreichs Beschützer
INTERVIEW:
Rap-Legende Juice
REPORTAGE:
Teure Geburstage

Zusendung

Lassen Sie sich KOSMO bequem nach Hause zusenden! Versandkostenbeitrag nur 11,- EUR (10 Ausgaben).
Zum Bestellformular

Facebook