MAGAZIN 02.06.2015

Serbenfang: Die 5 Waffen der FPÖ

Die FPÖ-Erfolge in der Steiermark und im Burgenland machen vielen Experten Angst vor der bevorstehenden Wien-Wahl. Bei dieser wird die FPÖ wieder verstärkt auf Fang nach serbischen Stimmen gehen: Was dahinter steckt und mit welchen Waffen HC Strache vor allem die national orientierten Serben in Österreich für sich gewinnen will, können wir euch schon jetzt verraten.


1. Der„Brojanica“-Effekt

Billig, aber wirksam. Indem er sich das orthodoxe Gebetsband um den Arm hängt, will HC Strache eine besondere Verbundenheit zu den Serben signalisieren. Schlecht informierte Leute und diejenigen, die nichts über Straches deutschnationalen Hintergrund wissen, könnten auf diesen billigen Trick reinfallen. Du auch?

2. Cecas Haberer

Obwohl Strache nur wenige Worte Serbisch kann, gefällt ihm laut eigenen Aussagen die Musik der serbischen Sängerin Ceca. Dass er sich ausgerechnet die populärste serbische Sängerin der Gegenwart ausgesucht hat, dürfte wohl kein Zufall sein. Bei einem Wien-Konzert der Witwe des serbischen Kriegsverbrechers Arkan machte er Backstage auch einige Fotos mit ihr und teilte diese ganz stolz auf Facebook. Echter Groupie oder Wannabe-Haberer? HC wird’s wissen…

3. Die Kosovo-Frage

Obwohl die meisten serbischen Politiker mittlerweile das Thema Kosovo eher meiden, nutzt Strache genau dieses, um mit Emotionen national orientierter Serben zu spielen. So trägt er gerne T-Shirts mit dem Aufdruck „Kosovo ist das Herz Serbiens“. Sein Engagement hat aber einen größeren Fleck: Wieso hat HC Strache nicht schon 1999, als die Kosovo-Frage tatsächlich noch aktuell war, Partei ergriffen? Ach ja, damals war ja die FPÖ eher dem traditionellen alten deutschnationalen Standpunkt „Serbien muss sterbien“ näher als der plötzlichen Verbundenheit zu den Kosovo-Serben.

4. Der „Žurka-Effekt“

Party, Party, Party! Nicht nur mit jungen Österreichern zeigt sich HC Strache gerne in Wiener Großraumdiskotheken. Je näher die Wahl kommen wird, desto mehr wird der selbsternannte Freund der Serben Präsenz in Ottakringer Lokalen zeigen und versuchen auch beim jungen Publikum zu punkten. Mit gebrochenen Serbisch, eh klar.

5. Islam-Ängste schüren

Auf der Suche nach noch einem Wahlgrund setzt die FPÖ auf den gemeinsamen Feind der österreichischen und serbischen Rechtswähler: den Islam. So hat man plötzlich in den Serben den wahren Verteidiger des christlichen Abendlandes entdeckt. Mit der geschmacklosen Parole „Isst du Schwein, darfst du rein“ hat die Anti-Islam-Kampagne wohl ihren größten Tiefpunkt erreicht. Ob man diese Geschmacklosigkeit noch toppen kann? Der Wien-Wahlkampf wird`s uns zeigen…

KOSMO-Redaktion

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