WIRTSCHAFT 27.03.2015

Russland will Serbiens Exporte prüfen

© zVg.
Russische Behörden verdächtigen Serbien, an der Umgehung des russischen Handelsembargos gegen die EU beteiligt zu sein.


Nachdem die Europäische Union aufgrund der Ukraine-Krise Sanktionen gegen Russland verhängte, reagierte das Land das mit Importverboten für Waren aus der EU. Nun steht Serbien unter Verdacht, sich an der Umgehung des Embargos beteiligt zu haben. Anlass ist ein unverhältnismäßig hoher Anstieg an Exporten serbischer Äpfel nach Russland.  Serbiens Apfelexporte nach Russland sollen seit dem vergangenen Sommer um 48 Prozent auf 118.000 Tonnen gestiegen sein. Der Exportwert stieg um 82 Prozent auf  76 Millionen Euro.

Russland verlang Rechenschaft

Die russischen Importbehörden prüfen nun, ob die Äpfel tatsächlich aus Serbien stammen oder von einem EU-Land über Serbien importiert worden sein könnten. Wie die serbische Tageszeitung Večernje novosti berichtete, verlangte Russland dringende Gespräche mit der serbischen Regierung.

Bereits im vergangenen Jahr kam es wegen einer ähnlichen Situation zu Spannungen zwischen Russland und Bosnien-Herzegowina: Damals wurde die hundertfache Menge von Äpfeln aus Bosnien-Herzegowina nach Russland exportiert (siehe KOSMO-Bericht).

KOSMO-Redaktion

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