POLITIK 09.04.2014

Russischer Kredit für die Republika Srpska

Moskau will seinen Einfluss in der Republika Srpska, der serbisch dominierten Teilrepublik in Bosnien-Herzegowina, nun auch mit Krediten festigen.

Laut Berichten bosnischer Medien, wurde dem Präsidenten der Republika Srpska Milorad Dodik bei einem kürzlichen Moskau-Besuch ein Kredit in der Höhe von insgesamt 270 Millionen Euro versprochen. Dodik ist vor allem für seine separatistischen Bestrebungen bekannt: Er spricht in der Öffentlichkeit seit Jahren davon, dass die Republika Srpska sich per Unabhängigkeitsreferendum von Bosnien-Herzegowina loslösen soll.

Die Nachricht über russische Kredite für die Teilrepublik sorgt derzeit für großes mediales Aufsehen. Einerseits sind die Kreditbedingungen der Öffentlichkeit unbekannt geblieben, andererseits ist auch die politische Komponente beim Kredit äußerst interesant: Beobachter vermuten, dass Dodik den russischen Einfluss in der Teilrepublik stärken will.

Ebenso liegt die Vermutung nahe, dass der Kredit vor allem dazu dienen soll, die schwierige wirtschaftliche und soziale Lage in Zeiten des Wahlkampfs zu überbrücken. Im Herbst finden nämlich in Bosnien-Herzegowina allgemeine Wahlen statt.

KOSMO-Redaktion

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