BOSNIEN-HERZEGOWINA 01.06.2015

Republika Srpska: Dodiks Mehrheit gefährdet

© zVg.
Die hauchdünne Mehrheit der SNSD-geführten Koalition im Parlament des bosnisch-herzegowinischen Landesteils Republika Srpska könnte in den nächsten Tagen wegbrechen. Ein prominenter Vertreter von Dodiks Partei verließ mittlerweile den Parlamentsklub.

Es ist dieser Tage dünn für den Präsidenten der Entität Republika Srpska Milorad Dodik (Bild) geworden. Nachdem er nach den letzen allgemeinen Wahlen in Bosnien-Herzegowina eine dünne Mehrheit, unter anderem mit dem Vorwurf eines Abgeordnetenkaufs, in der Republika Srpska verschaffen konnte, sind die nächsten Tage für die Zukunft seiner Koalition aus den Parteien SNSD (Partei von Milorad Dodik), SPRS und DNS entscheidend. Der Präsident der kleinen Parlamentspartei Napredna Srpska Adam Šukalo, der mittlerweile zum oppositionellen Block übergetreten war, sagte in einem Fernsehinterview, dass im Entitätsparlament in Banja Luka bald eine neue Mehrheit stehen könnte: Diese würde nun vom oppositionellen Bündnis für Veränderungen geführt werden, in dem die Parteien SDS und PDP die meisten Abgeordneten haben.


Unterdessen musste Dodiks Partei einen weiteren Schlag verkraften: Der ehemalige Vertraute von Dodik und Abgeordnete im Entitätsparlament der Republika Srpska Igor Radojičić entschied gestern, den SNSD-Parlamentsklub zu verlassen. In einer ersten Stellungnahme bedauerte der Entitätspräsident Dodik Radojičićs Entscheidung. "Er war ein wichtiger Mann für uns, aber seine Entscheidungen kann ich nicht beeinflussen", so Dodik.

KOSMO-Redaktion

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