VERSÖHNUNG 19.03.2015

Pula bedankt sich bei Serbien in Kyrilliza

© facebook.com/pula.hr
Eine ausgezeichnete Geste der serbisch-kroatischen Freundschaft machte diese Woche die Facebook-Seite der kroatischen Stadt Pula: Sie bedankten sich bei serbischen Besuchern mit einem kyrillischen Hvala.


In schweren Nachkriegszeiten am Balkan sorgen manchmal auch Sprache und Schrift für ethnische Ressentiments. Nicht so in Istriens Perle Pula: Das dortige Tourismusamt bedankte sich bei zahlreichen Besuchern ihrer Facebook-Seite aus Serbien mit einem Foto und der kyrillischen Aufschrift „Danke, Serbien“. Die offizielle Facebook-Präsenz vom Pula-Tourismus wird nämlich am meisten von Internetnutzern aus Serbien besucht: Sogar 7,71 Prozent aller Likes kommen von dort.

Istrien ist eigentlich schon seit der Zeit des ehemaligen Jugoslawien eine beliebte Destination für Touristen aus Belgrad und Serbien. Diese freundschaftliche Geste löste eine Welle der Begeisterung in serbischen Medien. Wenn man sich auch durch Sprache und Schrift versöhnen kann, dann ist so ein Beispiel definitiv der richtige Weg.

KOSMO-Redaktion

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