INTEGRATION 28.10.2013

Preis der Wiener Vielfalt vergeben

© VWFI/Possert
In der vergangenen Woche wurde erstmals der Preis der Wiener Vielfalt vergeben. Unter den Preisträgern waren gleich zwei aus dem Raum des ehemaligen Jugoslawien.


Die kulturelle und sprachliche Vielfalt Wiens wird oft als Problem dargestellt, wenn etwa von sogenannten „sozialen Brennpunkten“ wie dem Brunnenmarkt oder der in letzter Zeit vermehrt ins Gespräch gekommenen Favoritenstraße die Rede ist. Mit dem Preis der Wiener Vielfalt, einer Initiative des Vereins Wirtschaft für Integration und des ORF Landesstudio Wien, sollen die positiven Verdienste von Menschen mit und ohne internationalen Wurzeln in Wien hervorgehoben werden.

„Der Preis gibt uns die Möglichkeit, all jenen eine Bühne zu geben, die nicht sofort sichtbar sind, aber ohne die unsere Stadt um ein vielfaches ärmer wäre“, sagte ORF Wien-Landesdirektorin Brigitte Wolf bei der Preisverleihung am vergangenen Donnerstag.

Preise in sechs Kategorien

Aus insgesamt 163 Persönlichkeiten, Gruppen und Initiativen wurden die Preisträgerinnen in sechs Kategorien ausgewählt:  Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Bühne, Sport und Kulinarik.

 „In Ihrer Buntheit spiegeln sie die vielfältigen Realitäten in unserer Stadt wider, die sie so lebenswert machen“, sagte Jurysprecherin Meri Disoski, Geschäftsführerin Verein Wirtschaft für Integration, über die 163 Nominierten. Unter den Mitgliedern der Jury war unter anderem auch Stjepan Stazić, Kapitän des Basketballclubs Zepter Vienna. (KOSMO-Bericht)

Preisträger aus der Balkan-Community

Unter den Ausgezeichneten finden sich das Kinderbüro der Universität Wien (Kategorie Bildung), Köchin und Bloggerin Parvin Razavi thx4cooking (Kulinarik), Ippon Girls, Judoclub café+co Vienna Samurai (Sport) und Christian Wurstbauer, Apotheker der Neulerchenfelder-Apotheke (Wirtschaft).

Gleich zwei Preise gingen an Menschen mit Wurzeln im Gebiet des ehemaligen Jugoslawien: in der Kategorie Wissenschaft wurde der bosnischstämmige Politikwissenschaftler Vedran Džihić ausgezeichnet. In der Kategorie Bühne ging der Preis an die serbischstämmige Schauspielerin und Regisseurin Sandra Selimović.

Mit dem Sonderpreis der Jury wurde Heinz Wagner, Redakteur und Initiator des Kinder-KURIER ausgezeichnet.

Neben einem Award, der von Farshid Larimian, einem Wiener Künstler mit iranischen Wurzeln, gestaltet wurde, erhalten die Gewinnerinnen und Gewinner  ein Preisgeld von 2.500 Euro und werden vom ORF-Wien porträtiert.

KOSMO-Redaktion

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