PANORAMA 07.05.2015

Peljesac: Kroatische Architekten wollen Luxusbrücke bauen

© zVg.
Eine 2,4 Kilometer lange Holzbrücke mit einem Hotel und Museum - so stellt sich ein bekannter Zagreber Architekt die kontroverse Pelješac-Brücke vor. Die Kosten sind eine wahre Kleinigkeit: fast 1 Milliarde Euro.


Module aus Holz und Glas mit einem Luxushotel, Apartments, einer Galerie, einem Museum und einem Einkaufszentrum: So könnte die künftige Pelješac-Brücke laut dem Dozenten des Zagreber Architektonischer Fakultät Ivica Plavec aussehen. Die Brücke hätte einen 50 Meter hohen Bogen, so dass auch größere Schiffe darunter durchfahren könnten. In seinem höchsten Punkt wäre sie so hoch wie ein 20-stöckiges Gebäude.

"Das ist nicht nur eine Brücke, sondern eine Megastruktur", erklärt Plavec gegenüber der kroatischen Zeitung Jutarnji list. Die Brücke würde aus ökologischen und energetisch wertvollen Materialen zusammengestellt. Die modulare Bauweise würde die ganze Konstruktion beschleunigen, auf der anderen Seite wäre ein solches Projekt doppelt so teuer wie ein bereits vorliegender Bauvorschlag. Der Bau der modularen Luxusbrücke aus Holz beläuft sich derzeit auf rund 900 Millionen Euro. "Dieses unegwöhnliche Brückenprojekt würde den sog. ''Bilbao-Effekt'' auslösen. Viele Menschen würden hinfahren, nur um es zu sehen. Die Investition würde sich rentieren", ist der Architekt überzeugt.

Die Pelješac-Brücke wäre ein Teil des kroatischen Nord-Süd-Autobahnnetzes von Split nach Dubrovnik. Sein möglicher Bau ist nicht unumstritten: Das benachbarte Bosnien-Herzegowina protestierte bisher mehrmals über einen möglichen Brückenbau, weil es darin eine Drohung für seine Küstenstadt Neum und den Zugang Bosnien-Herzegowinas zu internationalen Gewässern sieht.

KOSMO-Redaktion

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